Ottolenghis Blumenkohl Schawarma mit grünem Tahin

teller mit blumenkohl schawarma

Ottolenghis Blumenkohl Schawarma mit grünem Tahin

teller mit blumenkohl schawarma

Schon lange bin ich euch das Rezept und einen Bericht zu Ottolenghis Blumenkohl Schawarma mit grüner Tahin schuldig.

Vor einigen Wochen hatte ich Euch das neue Buch Ottolenghi Test Kitchen – Extra good things vorgestellt.

Wie immer nach einer Buchvorstellung koche ich ein Rezept nach und berichte über meine Erfahrungen und Ergebnisse.

Lange genug musstet ihr nun darauf warten. 

Doch, tataaaaaa – hier ist es nun endlich: 

Ottolenghis Blumenkohl Schawarma - nachgekocht

Ich habe versucht, mich exakt an das Rezept zu halten, musste aber doch einige kleine Änderungen vornehmen. Los ging es mit den Gewürzen. Ich darf einen tatsächlich großen Gewürzschrank mit vielen, auch sehr exotischen Gewürzen mein eigen nennen. Aber die Liste der Zutaten für das Blumenkohl Schawarma mit grüner Tahin brachte selbst mich an meine Gewürz-Grenzen. Wer auf die Zutatenliste des Rezeptes schaut, wird verstehen wovon ich rede.

Ich wollte auch keine weiteren Gewürze, die ich sowieso nie aufbrauchen würde, kaufen. Was mein reich gefüllter Schrank nicht hergab: z.B. gemahlener Piment, gemahlene Nelke und gemahlener Kurkuma – musste improvisiert werden.

Statt gemahlener Nelke habe ich 3 Gewürznelken im Ganzen dazu getan und am Ende wieder herausgefischt. Piment und Kurkuma habe ich hingegen ersatzlos gestrichen.

buch und nachgekochtes rezept ottolenghi blumenkohl schawarma

Die Zubereitung ist einfach. Der Blumenkohl wird geputzt, zerkleinert und zusammen mit einer, in Spalten geschnittenen Zwiebel mariniert. Die Marinade besteht aus vielen Gewürzen, Olivenöl und Apfelessig. Also relativ simpel, sofern man alle Gewürze beisammen hat. Die Röschen habe ich zusammen mit der Marinade in eine große Schüssel gegeben und alles gut vermengt. Der Blumenkohl hatte bei mir knapp 2 Stunden Zeit, sich in der Schüssel mit der Marinade anzufreunden und zu verbinden.

Dann kam das Ganze in eine gusseiserne Pfanne und die wiederum bei 225 Grad in den vorgeheizten Backofen. Eine höhere Temperatur gibt mein Ofen nicht her.

Soweit so gut. Was ich nicht beachtet habe: Meine gute Le Creuset Pfanne hat einen Holzgriff, der die hohe Temperatur leider nicht ganz unbeschadet überstanden hat. Also, falls Eure Pfanne mit eben solchem verschönert ist, unbedingt mit Alufolie abdecken.

Das Rösten des Blumenkohls nach Anweisung war sehr simpel und am Ende lachten mich dunkel gebräunte Blumenkohlröschen an. Die sahen wirklich zum Anbeißen aus und ich hätte sie gern schon direkt aus der Pfanne genascht – Doch erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Aber da ich gut vorgearbeitet habe, denn während der Blumenkohl im Ofen vor sich hin röstete, habe ich die Zeit genutzt, um die Tahin und den Rotkohl zubereiten.

Die grüne Tahin herzustellen war etwas tricky. Die Zutaten ließen sich schwer mixen. Ständig hing was an der Behälterwand, so dass ich mehr damit beschäftigt war, die Masse zusammenzuschieben, als zu mixen. Aber ich habe nicht aufgegeben und nach ca. 10 Minuten war die Tahin fertig.

Zum Schawarma Rezept von Ottolenghi gehört auch ein Rotkrautsalat. Dafür habe ich den Rotkohl von seinen äußeren Blättern befreit und dann halbiert.

Da Ostern vor der Tür steht, konnte ich die Hälfte des Rotkohls und den Strunk der anderen Hälfte gut gebrauchen, um daraus natürliche Ostereierfarbe herzustellen. Die andere Kohlhälfte wurde geviertelt und dann quer mit einem scharfen Messer in feine Streifen geschnitten. Zwiebelstreifen dran, Zitronensaft und Salz dazu. Dann wurde, mit einem Einweghandschuh über den Fingern, der Rotkohl gut durchknetet, bis er etwas mürbe wurde. Das steht nicht im Rezept aber ich kenne und liebe dies bei Rohkost. Macht, so glaube ich, den Kohl auch besser verdaulich.

Den in dunklem Braun aus dem Ofen gehobenen Blumenkohl habe ich recht dekorativ auf eine große Platte gegeben. Und die Pfanne !Achtung die ist wirklich heiß! auf den Herd gestellt um darin Tomatenmark, Knoblauch und Olivenöl heiß anzubraten. Nach 90 Sekunden habe ich den  Zitronensaft dazugegeben und alles vermischt, um das Ganze dann auf den  Blumenkohl zu geben. Guten Appetit!

Mein Fazit zum Rezept

Optisch macht das Gericht richtig was her. Zudem durftet nach dem Kochen die ganze Wohnung verlockend und einladend wie auf einem Gewürzbasar. Mit diesen sinnlichen Eindrücken um uns herum ließen wir uns das Blumenkohl Schawarma mit grüner Tahin schmecken.

Das Gericht ist, wie alle Rezepte von Ottolenghi sehr würzig und außergewöhnlich.

Was mich tatsächlich stört, ist die große Anzahl an Zutaten. Allerdings macht dies die Küche von Ottolenghi so besonders. Das Rotkraut hingegen war mir persönlich etwas zu fade und geschmacklos. In Kombination mit dem Blumenkohl machte es aber Sinn und gab dem ganzen Gericht einen frischen Touch. Wir haben Blumenkohl, Rotkraut und grüne Tahin zusammen verspeist. Was mir erst später einfiel: Das Gericht heißt Schawarma – und hätte im Pitabrot angerichtet werden sollen. Das jedoch völlig an mir vorbei gegangen. Aber auch so war es ein leckeres Essen im Ottolenghi Style.

Ottolenghis Blumenkohl Schawarma mit grünem Tahin

Das Rezept stammt aus dem Kochbuch Ottolenghi Test Kitchen - extra good things.
Bitte bewerte das Rezept.
Vorbereitungszeit 25 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde 10 Minuten
Gericht Hauptgericht
Küche Israel
Portionen 4

Zutaten
  

  • 105 ml Olivenöl
  • 3/4 TL edelsüßes geräuchertes Paprikapulver plus 1 kräftige Prise mehr zum servieren
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 1/2 TL gemahlener Piment
  • 1/8 TL gemahlene Nelke
  • 1 1/2 EL Apfelessig
  • 1 großer Blumenkohl - 1 kg von Blättern und Strunk befreit, in mundgerechte Röschen geschnitten
  • 1 große Zwiebel - geschält und in sechs Spalten geschnitten
  • 1/2 Rotkohl - 350g, vom Strunk befreit, dann in dünne Streifen gehobelt oder geschnitten
  • 1 kleine rote Zwiebel - geschält, halbiert und in feine Streifen geschnitten
  • 3 1/2 EL Zitronensaft
  • 2 rote Chilischoten
  • 4 Knoblauchzehen - geschält und zerdrückt
  • 1 TL Tomatenmark
  • 10 g Minzblätter - in grobe Stücke gezupft
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • Grünes Tahin
  • 30 g Petersilie - grob gehackt
  • 1 Knoblauchzehe - geschält und grob gehackt
  • 2 EL Zitronensaft
  • 60 g Tahin

Anleitungen
 

  • Zuerst wird der Blumenkohl mariniert: 4 Esslöffel Öl, die Gewürze, den Essig, 1 Teelöffel Salz und eine kräftige Prise Pfeffer in einer großen Schüssel mischen.
  • Blumenkohlröschen und Zwiebelstreifen unter mischen, bis sie von der Marinade überzogen sind. Mindestens 30 Minuten oder über Nacht, (wenn vorgearbeitet wird) marinieren.
  • Den Backofen auf 250° Umluft vorheizen oder so heiß, wie es der Ofen hergibt.
  • Inzwischen die Zutaten für das grüne Tahin mit 1/4 Teelöffel Salz und 2 1/2 Esslöffel Wasser in den Mixer geben und 2 Minuten pürieren; was innen an der Behälterwand haftet, mehrmals nach unten schaben.
  • Die Sauce wird mit der Zeit dickflüssiger, zum Verdünnen könnt ihr noch 1 Schuss Wasser untermixen.
  • Den Rotkohl mit roter Zwiebel, 2 Esslöffel Zitronensaft und 1 TL Salz in eine große Schüssel geben und alles von Hand mischen. Beiseitestellen, während der Blumenkohl gegart wird.
  • Die Blumenkohlmischung in eine große ofenfeste Gusseisenpfanne geben. 12 Minuten rösten, dann durchrühren.
  • Die Chilis und 3 Esslöffel Wasser hinzufügen und die Form für etwa 15 Minuten zurück in den Ofen stellen, bis der Blumenkohl dunkelbraun und durchgegart ist.
  • Den Blumenkohl auf einer großen Servierplatte anrichten.
  • Die Pfanne bei mittlerer bis starker Hitze auf den Herd stellen (Vorsicht, der Griff ist heiß!). Knoblauch, Tomatenmark und die kräftige Prise Kurkuma in den restlichen drei Esslöffel Öl unter ständigem rühren 90 Sekunden braten , bis Duft aufsteigt.
  • Die restlichen eineinhalb Esslöffel Zitronensaft unterrühren und den Blumenkohl mit dieser Mischung beträufeln.
  • Die Minze unter den Rotkohl rühren. Rotkohl und grünes Tahini separat zum Blumenkohl servieren.

Notizen

Tipp
Grünes Tahin hält sich im Kühlschrank bis zu zwei Tage. Mit der Zeit wird es dicker, falls nötig, mit Wasser verdünnen. Passt gut zu Lamm, Kartoffel-Chap, eignet sich aber auch als Dip für knackiges Gemüse.
Hast Du mein Rezept ausprobiert? Mach ein Foto und poste es auf Instagram. Markiere mich mit @tafelfreu.de oder verwende den Hashtag #tafelfreu.de damit ich deinen Post finden kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

LINKEDIN
Share
Instagram
kochen-fuer-gaeste-2

Warte, bevor du gehst

Möchtest Du künftig keine Rezepte und Ideen mehr verpassen?

Dann trage Dich gern für meinen Newsletter ein.